Das Projekt

Das Projekt

Das Projekt strebt einen offenen und unabhängigen Online Trainingsplan für Repräsentanten der Lebensmittelindustrie bzw. –distribution an. Ziel ist, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und Lebensmittelüberschüsse an Tafeln weiterzureichen. Basis für dieses Projekt ist die EU-Initiative “New skills for new jobs”. Abfallvermeidung und Weiterverteilung von Überschüssen im gesamten Warenfluss der Supply Chain sowie die Optimierung der Nachhaltigkeit bieten auch die Chance für  neue Beschäftigungspotenziale.

 

Spezifische Ziele

Identifikation gemeinsamer Ziele in der Aus- und Weiterbildung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen und der Optimierung der Wiederverteilung unter Einbindung von Tafeln
– Aufbau von Kommunikationsplattformen in Kooperation mit Lebensmittelherstellern
– Schaffung einer virtuellen Plattform mit visuellen Elementen und Simulationen für Food Waste Management
-ICT-Abgleich von Überschüssen mit dem Bedarf von Tafeln
Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern der Tafeln.
-Sensibilisierung der Beteiligten und der Öffentlichkeit für das nachhaltige Thema „Corporate Social Responsibility“

Förderung der gesamten Warenkette (Supply chain) und des Konsumverhaltens in Hinblick auf die Erfüllung der Kriterien zur Nachhaltigkeit mit der Zielsetzung, Überschüsse und damit auch Abfälle zu reduzieren mit dem Ergebnis, insgesamt Ressourcen zu schonen.

 

Die rationale Ebene

Das Thema der Lebensmittelverschwendung ist in der Öffentlichkeit sicher bekannt, nicht zuletzt auch durch eine ganze Reihe von informativen Medienberichten. Die Mehrheit der Bevölkerung ist sich allerdings noch nicht ausreichend bewusst, dass die große Menge der Lebensmittelverschwendung durch täglichen Abfall in der Produktion, der Distribution und in den Haushalten auch unsere Wirtschafts- und Konsummodelle gefährdet. Die Europäische Kommission setzt daher jetzt ihr besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit in der Total Supply Chain und  die Optimierung der Verpackungssysteme (http://ec.europa.eu/food/food/sustainability/index_en.htm).

Die Konsequenzen der bisherigen Fehlentwicklung sind erschreckend: Lebensmittelabfälle binden in der Phase der davorliegenden Produktion unnötig Frischwasser-Ressourcen und fossile Brennstoffe. Dazu tragen Methangase und CO2 aus der Dekompostierung zum Klimawandel bei. Lebensmittelabfälle sind Teil der Landverfüllung, die große Methangas-Emissionen nach sich zieht. Es handelt sich dabei um ein Gas, das schätzungsweise 20 mal stärker die Atmosphäre belastet als Carbondioxid (Quelle: Global Warming Potential by International Panel on Climate Change). Lebensmittelüberschüsse sind für circa 3 Prozent aller Emissionen verantwortlich – gemessen am absoluten Volumen der Emissionen des Jahres 2008 in der EU.

Das Potenzial einfacher Lösungen für dieses Problem wird leider immer noch unterschätzt – ebenso die Effekte auf die Kostenreduzierung. Hier setzt das FoRWaRd-Projekt an : es unterstützt eine Optimierung der Ressourcen und fördert ein modernes Food Waste Management. In der ersten Projektphase soll das Bewusstsein und  die Wahrnehmung des Themas in der Öffentlichkeit gestärkt und gefördert werden.

 

Die Zielgruppen des Projektes

Das Projekt steht auf zwei Säulen: einem Aus-und Weiterbildungsprogramm für die Total Supply Chain, Non-Governmental-Organisations (NGOs) und Wohlfahrtsorganisationen einerseits und einer simplen IT-Lösung für das Sammeln der Ware zur Redistribution andererseits. Angesprochen werden also Agrarwirtschaft,  Hersteller, Handel,  Catering Sektor, Restaurants und Hospitäler aber auch NGOs und Wohlfahrtsverbände. Einerseits soll Food Waste Management direkt von der Nahrungsmittelkette aufgegriffen werden, andererseits sollen die NGOs langfristig mit darauf hinwirken, dass die Potenziale identifiziert und auch kommuniziert werden. Als Benchmark sollen die Tafeln des Konsortiums mitwirken, da sie bereits über gute Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügen.